Mansurah, Ägypten
2003
Kathrin Dreves
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Die meisten der armen Patienten haben in ihren Dörfern nur unzureichenden Zugang zu medizinischer Versorgung. Dies führt dazu dass die Patienten oft erst in einer späten Phase der Erkrankung ein Krankenhaus aufsuchen. Chronische Infektionen, Unterernährung und schlechte Hygiene führen zu utopisch hoch anmutenden Ziffern für Säuglingssterblichkeit und maternale Mortalität, die leider wahr sind. Ein großes Problem ist fehlendes sauberes Trinkwasser, vor allem in den ländlichen Regionen. Um diesem Problem zu begegnen wird wenig unternommen. Die meisten Menschen wissen gar nicht dass das Wasser nicht rein ist, und selbst in der gebildeten Schicht werden so grundlegende Wahrheiten negiert und verdrängt. Den Müttern wird nicht gesagt ihren Kindern das Wasser nicht zu trinken zu geben, wie auch, was sollen sie denn sonst trinken. Hauptursache der Kindessterblichkeit in den ersten 5 Lebensjahren ist Gastroenteritis, eine Erkrankung die vom Ministry for Health nicht als Environmental Problem anerkannt wird, denn dann müsste man sich mit dem Wasserproblem auseinandersetzen. Und hier schließt sich der Kreis mit meinem Umweltprojekt, welches gerade anläuft. Ich habe eine Woche lang in der Epidemiologie verbracht und mich mit spezifisch ägyptischen Gesundheitsproblemen auseinander gesetzt. Automatisch bin ich bei den Fragen der Umweltverschmutzung und den sozialen Problemen gelandet und hoffe dass ich in der kommenden Woche viele Informationen in der EEA-Egyptian Environmental Agency mitnehmen kann.
 
Kathrin Dreves aus Berlin war 2003 in Ägypten
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